AUSSTELLUNGEN

STEFAN HUNSTEIN

1991Preisträger Deutscher Photopreis
seit 2003Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

EINZELAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)

2022Oval Office, Bochum
2021Städtische Galerie Traunstein
St. Paul, München
2020Kunstmuseum Bochum
Sammlung Kunstmuseum Bochum
2019Rathausgalerie, Kunsthalle München
Galerie Karin Melchior, Kassel
2018Galerie Thomas, München (Musee Imaginaire)
Franz Marc Museum, Kochel (Musee Imaginaire)
Galerie Judith Andreae, Bonn (Musee Imaginaire)
2017Sklupturenmuseum Landshut (Musee Imaginaire)
Galerie Häusler Contemporary, München
Dom zu Unserer lieben Frau, München
2016St. Paul, München
2015Galerie Hengevoss-Dürkop, Hamburg
Galerie Andreas Binder, München
2014Galerie Clairefontaine, Luxemburg
Deutsche Börse Group, Frankfurt
Münchner Stadtmuseum / Sammlung Fotografie
Paul-Clemen Museum im KHI Bonn
2013Galerie Andreas Binder, München
2010Akademie der Schönen Künste, München
Haus der Kunst, München
2009Galerie Andreas Binder, München
2008Diözesanmuseum, Freising
2007Siemens, München
Kunstverein Augsburg
2006Kunsthistorisches Institut Bonn
2005Goetheinstitut Prag
St. Paul, München
2004St. Lukas, München
2002Stadthaus Ulm
Galerie Mosel und Tschechow
Maximiliansforum, München
2001KunstRaum Hinrichs, Trier
2000St. Bonifaz, München
1997Kulturpalast Warschau
1995Kunstverein Karlsruhe
Lenbachhaus, München
Neue Galerie, Kassel
1994Kunstverein München
1993Galerie Peter Kilchmann, Zürich
Förderkoje Art Cologne

GRUPPENAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)

2018Galerie Andres Binder, München
Galerie Hengevoss-Dürkop, Hamburg
2017Galerie Judith Andreae, Bonn
Munich RE, München
Galerie Andres Binder, München
2016Galerie Andreas Binder, München
2015Bucerius Kunst Forum, Hamburg
2013Bundeskunsthalle, Bonn
2012Amtsrichterhaus Schwarzenbek
2010Deutsches Historisches Museum, Berlin
Villa Merkel, Esslingen
2009Hamburger Kunsthalle
2006Museum für angewandte Kunst, Frankfurt
2005Deutsches Technikmuseum, Berlin
2004Kasseler Kunstverein
1998Buchmesse Frankfurt
Deutscher Bundestag, Berlin
1997Kunsthalle Wien
1996Galerie Wittenbrink, München
1995Fridericianum, Kassel
Fotomuseum, München
1993Galerie Mosel und Tschechow, München

SAMMLUNGEN

Munich Re Art Collection

Sammlung SpallArt

Sammlung Franz Herzog von Bayern

Sammlung des Deutschen Bundes

Städt. Galerie im Lenbachhaus

Sammlung Dürckheim

ADAC Sammlung

Roland Berger Art Collection

Sammlung Pinakothek der Moderne

UniCredit Sammlung

Frac alsace, Selestat

Sammlung Thurn und Taxis

Sammlung Fotografie, Münchner Stadtmuseum

BIBLIOGRAFIE

2016Stefan Hunstein, In the Ice, Hirmer Verlag (engl. Ausgabe)
2014Stefan Hunstein, Im Eis, Hirmer Verlag
Stefan Hunstein , „Gegenwart…!“, Katalog St.Paul, München
2010Stefan Hunstein, „Schön war’s!“ Hatje Cantz
2009 Fischer, B., Stefan Hunstein in: Künstler.Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, Ausgabe 85, München
Man Son 1969. Kat.Hamburger Kunsthalle
Quart, Heft 13, S. 91
Hubertus Butin, in: Pictures of Pictures, Kat, Galerie Andreas Binder
2008Stefan Hunstein, „Gegenwart…!“, Katalog Diözesanmuseum Freising
2007Stefan Hunstein, Gesten. Kat.ABC Festival Augsburg, Kunstverein Augsburg
2005Schreiber, J., Die toten Augen von Prag, in: Der Tagesspiegel 30.10.2005
2004Unschärfe, Kat. Artionale 2004, München
2002Stefan Hunstein, Nationalgalerie, Kat. Mosel und Tschechow, München
2001Stefan Hunstein, 12 Portraits, Mosel und Tschechow, München
1997„Eine Ansammlung von Viren“, in: Alpenblick. Kat.Kunsthalle Wien
1996Das Schweigen im Walde, Kat.Kunsthaus Kaufbeuren
1995Privat. Kat.Fotomuseum München
Dem Herkules zu Füßen. Kat. Fridericianum Kassel
„Stefan Hunstein“, in: Kunstforum International, S. 132
„Geschichte en detail“, in: Neue Bildende Kunst, 6
Stefan Hunstein, Fotoarbeiten, Mosel und Tschechow, München

Erstes fotographisches Manifest

Die Realität, die die Fotographie in immer neuen Varianten behauptet, ist eine Lüge. Sie gibt vor wirklich zu sein, und verrät damit das Wirkliche; der Dokumentarist ist ein Lügner.

Die Fotographie inszeniert das Wirkliche vom Ort des Objektivs aus. Das fertige Bild verleugnet die Umstände seiner Entstehung. Der Fotograph ist nur am fertigen Bild interessiert, er vergißt darüber die Differenz zwischen Bild und Gegenstand. Das inszenierte Bild ist ihm und dem Betrachter Dokument der Unmittelbarkeit des Lebens.

Das Foto raubt den Dingen ihre eigene Sprache: es sagt triumphierend was sie sind. Die Fotographie bildet die Welt in ihrer Erscheinung nur ab, sie will die Dinge nicht erkennen, sie will ncht dahinter, nicht dazwischen, sondern nur auf die Dinge schauen. Sie entspricht dem kollektiven Bedürfnis nach Vereinfachung. Sie tötet die Phantasie, sie fördert die Faulheit des Geistes und die Trägheit des Herzens. Durch die Möglichkeit der permanenten Reproduzierbarkeit verliert jeder Augenblick seine Einzigartigkeit; er wird überführt in die Bedeutung.

Die herkömmliche Fotographie ist eine Spielerei, sie ist Mord an der Geschichte.

Das Objektiv ist nicht objektiv

Darum: statt Dokumentation Fiktion
Statt Sichtbarem Unsichtbares
Statt Fotos Poesie

Das vollkommenste Bild ist das Unvollkommenste; Gott steckt im Fleck.

1991

TV Dokumentation